Spirituelle Ermutigung der Familienroute
Mt 20, 25-28
Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: "Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.
Als der heilige Franziskus beschloss, sein Leben ganz dem Gott zu widmen und das Evangelium zu leben, erwartete er nicht, dass sich jemand ihm anschliessen würde. Er selbst war von dieser Tatsache überrascht, aber als er sah, in welche Richtung Gott sein Leben führen wollte, rief er freudig aus: "Der Herr hat mir Brüder gegeben!" er erkannte in den Neuankömmlingen Gottes Geschenk. Das brüderliche Leben der Franziskaner Gemeinschaft wird immer noch als äusserst wichtig und grundlegend für ihr Charisma angesehen. Wir sprechen oft von der franziskanischen Gemeinschaften als von der franziskanischen Familie. Auch in unseren Familien können wir feststellen, dass diese immer noch eine Überraschung für uns hat, egal wie offen wird sind. Die Mitglieder sollten wir als Geschenk betrachten. Leider hat jede Familie ihre Schwierigkeiten, manchmal können sie schmerzhaft und herausfordernd sein. Was hat Franziskus grosse Familie so lange zusammengehalten?
Als der heilige Franziskus die päpstliche Erlaubnis erhielt in der kleinen Kirche von Porziuncolader der versammelten Menge und seinen Brüdern dauerhafte Vergebung zu erteilen, rief er aus: „Ich möchte euch alle in den Himmel schicken!“. Der heilige Franziskus fand Freude am wahren Wohl seiner Mitmenschen, was die Grundlage der wahren Liebe ist. Der heilige Franziskus hat schnell verstand, dass Gott mit seinen Brüdern und sogar mit seiner gesamten Gemeinschaft einen besonderen Plan hatte. Selbst als zu seinen Lebzeiten sich die Dinge so entfalteten wie er sie nicht erwartete oder gewollt hatte. Obwohl er der geistige Vater seiner grossen Familie war, betrachtete er sich immer als einen kleinen Bruder für alle. Er nahm den Ruf Jesu ernst, seine Kirche und damit die ganze Welt zu erneuer. Die Kirche ist wir und sie ist auch unsere unmittelbare Familie. Jesus, sanft und demütig von Herzen, mache unsere Herzen nach deinem Herzen!
Erleben wir unsere eigene Familie als Geschenk? Erlauben wir jedem Mitglied, dass er seine Mission erfühlt? Schauen wir immer auf das Wohl anderer? Wenn wir unsere Familie und die Welt verbessern wollen, beginnen wir zuerst von uns selbst?