Verwundetes Pferd

Lipizzaner. Wie alles in nur einem Wort steckt?! Ein Symbol für Lebensenergie. Einzigartigkeit. Schönheit. Die Gnade des Gangs. Anmut. Multifunktionalität. Zahmer Charakter. Leben. Die Einheit von Mensch und Tier. Und wenn das noch Lipik hinzugefügt, geht die Komplexität der Geschichte über den durch Papier begrenzten Raum hinaus. Wie man in wenigen Zeilen eine Geschichte zusammenfasst, wo sich das Leben und der Tod, der Abriss und die Konstruktion, die Schönheit und die Hässlichkeit, die unschöne Vergangenheit und erhoffte Zukunft, der Schlamm der Geschichte und die unerschöpfliche Quelle des Lebens Miteinader mischen. Lass uns ein bisschen in die Vergangenheit reisen. Bischof Strossmayer riet den Menschen in Slawonien barocken Lipizzaner, diesen besonderen Pferdetyp, zu kaufen und zu züchten. Die Rasse hat einen besonders ruhigen Charakter, ein kälteres Temperament, in gegenüber Menschen vertraulich, ist auch nicht schüchtern, ist ruhig, für Training geeignet, lernt sehr schnell, rennt nicht weg, hat keine Angst, verbindet sich schnell mit dem Menschen. Offensichtlich liebt diese Rasse die slawonischen Menschen, Menschen die mit Tieren, Liedern und Freunden eng verbunden sind. Dieses Pferd fand seine Heimat in Posavina, Đakovo, Lipik. Diese Orte haben die höchste Konzentration an Lipizzaner in Kroatien.

Die Zucht des Lipizzaner-Pferdes ist in diesem Gebieten perfektioniert, gerade wegen der Liebe, die die Menschen hier für das Pferd haben. So wurde Lipik zusammen mit den anderen genannten Orten zum Weltzentrum der Lipizzaner-Zucht. Aufgrund langjähriger harter Arbeit und professioneller Herangehensweise hat das staatliche Gestüt Lipik diesen Beinamen verdient, und zwar aufgrund der Technologie der Haltung, der Arbeit mit Pferden, der Züchtungstechnologie, der Technologie der Präventionsverfahren, der Technologie der Therapie und jeder Art von Technologie, die in einem solchen Stall angewendet werden muss. All dies wurde im Oktober 1991 unterbrochen. Die Pferde wurden getötet, der Stall zerstört, die Pferde entführt und dann die Rückkehr in den Stall am 13. Oktober 2007. Und all das erlebten die Lipizzaner aus Lipik. Das ineinander verschlungene Schicksal des slawonischen Mannes und des Lipizzaners, gemessen an der Ähnlichkeit des Charakters, steht trotzdem aufrecht und geht feierlich durch die Schönheiten dieses westslawischen Paradieses weiter. Das Kunstwerk "Verwundeter Pferd" des akademischen Bildhauers Hrvoje Dumančić trifft genau in die Mitte. Es zeigt perfekt die Realität im Lipik und man könnte sagen den Kern des kroatischen Volkes. Das verwundete Pferd ist eigentlich immer noch ein stolzer Lipizzaner, der in einer klassischen, schönsten Pose steht, aber die tieferen Risse zeigen das Leiden. Die Narben sind da, aber die unzerstörbaren Strahlen des Lebens durchdringen sie. Diese lebensgroße Skulptur ist nicht auf einem Podest, sondern im Lipiker Familien Park. "Der Lipizzaner ist ein nationaler Schatz. Er ist mit uns verbunden. Er ist ein Synonym für Slawonien. Es ist eine Rasse, die vor langer Zeit entstanden ist und in reinem Blut gezüchtet wird. Und die Liebe, die unser Volk zu diesem Pferd hat, hat dieses Pferd zum Weltruhm geführt." Der Lipizzaner ist ein Symbol für Slawonien, aber auch für die Unzerstörbarkeit sowohl des slawonischen als auch des kroatischen Mannes!