Park

Die Kurorte in ganz Europa wurden oft nach der Idee einer Gartenstadt gebaut. Auf dieser Idee entstand auch Ende des 19. Jahrhunderts der Park in Lipik. Seine Zusammensetzung und der Reichtum an historistischen Details übertrifft bei weitem alle ähnliche Parks in Kroatien. Der Bau des Parks begann im Jahr 1872 ohne einen klaren Plan. Aber durch die Erweiterung der Bäder, dem Bau des Kursalons und anderen Badeeinrichtungen erhielt der Park seine repräsentative Form.

Die überdachte Promenade Kursalon, die Wandelbahn, die Marmorbäder, die Steinbäder und das Kurhotel bildeten eine Einheit, in der neobarocke Gärten entstanden. Der Rest des Parks ist von neoromantischen Gärten aus dem späten 19. Jahrhundert geprägt. Die Besonderheit des Parks ist die Tatsache das dieser von den Wellness-Einrichtungen nicht trennbar ist. Außerdem hat der Park einen kulturellen und historischen Wert, da Lipik ein bekannter Kurort der österreichisch-ungarischen Monarchie war, wurde die Stadt und der Park von vielen berühmten Gästen besucht. Auch der Kaiser Franz Josef besuchte den Park. Als Bekannter Kurort wurde Lipik häufig für verschiedene Publikationen und Postkarten fotografiert, mit einer solchen Medienbeliebtheit kann sich kein andere kroatischer Kurort rühmen.

Leider wurden nach dem Zweiten Weltkrieg viele Teile des Gartens und des Parks abgerissen oder einfach den Verwüstungen der Zeit überlassen. Während des Unabhängigkeitskrieges wurde der Park fast vollständig zerstört. Die meisten Bäume, Pflanzen und Gebäuden wurden zerstört oder erheblich beschädigt. Dieser Park ist das Herz von Lipik und ein Teil seiner Identität. Die Bürger von Lipik investieren viel Energie, um den Park wieder auf Hochglanz zu bringen, denn es ist ein einzigartiger Ort mit einem einzigartigen Ambiente, den kein anderer Kurort oder andere Stadt hat.

Park heute

Der jahrhundertealte Park in Lipik ist ein idealer Ort um Spazieren zu gehen und zum Entspannen. Sowohl Experten als auch Amateure betrachten es als einen der schönsten Parks in Nordkroatien. Der Park wurde 1965 als Denkmal der Parkarchitektur geschützt.

Die Familie Kostlivy hat mit ihrer engagierten Arbeit große Spuren im Park hinterlassen. Sie waren die Besitzer einer bekannten Gärtnerei. Die Familie züchteten zahlreiche Pflanzenarten und mehrere Gärtner und Herrn Kostlivy kümmerten sich um den Park.

Die Palmen der Gärtnerei verschönern sogar die Riva im Split, was sehr viel über deren guten Arbeit aussagt.

Obwohl im Park während des Unabhängigkeitskrieges viele Pflanzen vernichtet worden sind, hat er seinen Charme nicht verloren und wird sowohl von Einheimischen als auch von Touristen gerne besucht.

Die Bank der Gräfin Jelka

Vor den Marmorbädern befindet sich die einzige Steinbank im Park, die Bank von Jelka. Es ist nach der jungen Gräfin Jelka Janković benannt, die sich bei langen Spaziergängen gern im Park ausruhte.

Eine interessante Volkslegende ist mit der Bank der Gräfin Jelka verbunden. Nach der Legende verlor Gräfin Jelka einen kostbaren Ring in der Nähe der Bank, der nie gefunden wurde. Und wer weiß, vielleicht finden Sie diesen Ring! Die Bank der Gräfin ist Teil des Jelka Weges, der die Lieblingsorte der jungen Gräfin verfolgt.

Kursalon

Das schönste Gebäude wurde 1893 erbaut.

Das Interesse der Adligen an dem heilenden Wasser sowie die zunehmende Zahl von Gästen, die nach Lipik kamen, ermutigten den Termen Leiter, mit dem Bau eines weiteren Gebäudes anzufangen. Der Salon wurde im Stil der Hochrenaissance gebaut.

Das einstöckiges Gebäude hatte drei Flügeln. Das reich dekorierte Gebäude hatte einen großen Saal, ein Restaurant mit hervorragendem Angebot an Speisen, ein Café, ein Billardzimmer, eine Musiklounge für Damen und einer Lobby. Der Kursalon war bei dem Adel der österreichisch-ungarischen Monarchie begehrt.

Das Gebäude wurde leider bei der Kriegszerstörung im Jahr 1991 zerstört und wartet immer noch auf die Restaurierung. Die Überreste des Gebäudes sind immer noch eine touristischen Attraktion und wird für die Konzerte der klassischen Musik, Tanzveranstaltungen und Ausstellungen genutzt.

Wandelbahn

Die Wandelbahn ist eine 85 Meter lange überdachte Promenade, die zur gleichen Zeit wie der Kursalon gebaut wurde. Es diente als Schutz für die Spaziergänger bei schlechtem Wetter.

Am Anfang der Promenade wurde ein Wasserhahn mit heilendem Wasser aufgestellt, da die Ärzte der Ansicht waren, dass das Wasser eine bessere Wirkung hat, wenn es während des Spazierens getrunken wird. Entlang der Promenade habe die einheimischen Verkäufer ihre Läden eröffnet.

Jeden Morgen während des Sommers spielte in der Loge der Promenade das Wiener Orchester und abends wurden Tanzpartys organisiert.

Die schone Architektur des Wandelbahns und die Ornamente wurden während des Unabhängigkeitskrieges zerstört. Heute sind leider nur noch die Überreste sichtbar, die an dieses außergewöhnliche Gebäude erinnern.

Jelkas Hügel

Jelkas Hügel ist ein Ort, der die Einwohner der Stadt in eine andere Zeit versetzt. Dieser Ort verbirgt eine Menge an ersten Küssen, den es ist ein beliebter Treffpunkt der Jugend. Aber auch ein Ort, wo man eine Pause von einem langen Spaziergang machen kann. Aber auch ein Ort wo man sich von neugierigen Blicken verstecken kann.

Das Versteck der jungen Gräfin Jelka, lies ihr Vater, Graf Janković bauen. Der hölzerne Pavillon mit Bänken war eine Art "VIP-Salon".

Darin genoss die Gräfin den Gesang der Vogel und war vor neugierigen Blicken verborgen. Einige der vielen Legenden der Stadt Lipik beziehen sich auf die Gräfin Jelka. "Jelkas Weg" wird ihnen diese Legenden sowie Geschichte, Architektur, Kultur und Flora der Stadt vorführen. Auf dem Weg sind 24 Interpretationstafeln aufgestellt, die einen Spaziergang durch den Park sinnvoll und interessant machen. Direkt neben Jelkas Hügel befindet sich eine Steinvase aus der Zeit der Gräfin Janković.