Die Geschichte der Familie Janković
Die kroatisch-ungarische Adelsfamilie Janković kam in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Slawonien, als Antun Janković Pakrac, Daruvar und Sirač kaufte, um verschiedene politische Aufgaben erfüllen zu können.
Er war der Gründung der Stadt Daruvar und verbesserte das wirtschaftliche Bild Region enorm. Im Jahr 1772 verlieh ihm Maria Theresia den Titel des Grafen. Da sein einziges Kind früh starb, erbte seine Güter die Familie seines Bruders Ivan. Sein Neffe Izidor hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Stadt Lipik. Als in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr Analysen des heilenden Wassers durchgeführt wurden und Ärzte und Reiseschriftsteller sich immer mehr dafür interessierten, begann Graf Izidor, intensiver in die Gebäude und den Park zu investieren. 1820 errichtete er das Badegebäude mit drei Bädern: das Hauptbad, das Chardak-Bad und das kleine Bad. Aufgrund der großen Bedeutung der Pferdezucht begann Graf Izidor die Zucht von Lipizzanern auf dem Adelsgut Izidorovac in der Nähe von Lipik. Lipik bewahrt die Erinnerung an Graf Izidor mit Sorgfalt, der enorm der Stadtentwicklung beigetragen hat, aber auch die Erinnerung an seine Schwester Gräfin Jelka ist lebendig. Den Berichten zufolge verbrachte Jelka gerne Ihre Zeit in Lipik. Von Generation zu Generation wird die Geschichten weitergegeben, dass Gräfin Jelka gerne durch den Lipik Park spazierte und sich auf der Steinbank ausruhte. Neben der Bank hatte die Gräfin weitere Lieblingsplätze im Park, darunter den Jelka-Hügel. Alle Besucher, die sich für einen Spaziergang im Park entscheiden, können entlang Jelkas Weg spazieren gehen und mithilfe des interaktiven Programms viele interessante Dinge über Lipik, aber auch über die Gräfin selbst erfahren. Spuren der Familie Janković führen uns auch in andere Orten. Im Dorf Gaj, in der Nähe von Lipik, befindet sich die Kirche der Heiligen Katharina und das Pfarrhaus wurde vermutlich von Izidor Janković erbaut. Es wird auch angenommen, dass das gesamte Gebiet um die Kirche in Gaj der Familie Jankovićs gehörte und nach einigen gefundenen Angaben hat der Graf Izidor persönlich die Tierauktion am Tag des Heiligen Antonius den Großen eingeführt.
Man könnte jedoch sagen, dass der Lieblingsort des Grafen das Familienanwesen in seiner Heimatstadt Stražeman war, wo er und alle seine Brüder und Schwestern geboren wurden. Der Ort liegt ca. 50 km von Lipik entfernt. Die Kirche des Heiligen Michaels aus dem Ende des 18. Jahrhunderts ist die letzte Ruhestätte des Grafen Izidor und seiner Familie.
Die Bank der Gräfin Jelka
Vor den Marmorbädern befindet sich die einzige Steinbank im Park, die Bank von Jelka. Es ist nach der jungen Gräfin Jelka Janković benannt, die sich bei langen Spaziergängen gern im Park ausruhte.
Eine interessante Volkslegende ist mit der Bank der Gräfin Jelka verbunden. Nach der Legende verlor Gräfin Jelka einen kostbaren Ring in der Nähe der Bank, der nie gefunden wurde. Und wer weiss, vielleicht finden Sie diesen Ring! Die Bank der Gräfin ist Teil des Jelka Weges, der die Lieblingsorte der jungen Gräfin verfolgt.
Frutaria Votivkapelle
In der Industriestraße in Lipik gibt es eine Produktionsanlage der Firma Frutarija d.o.o. . Am Eingang in die Räumlichkeiten der Firma befindet sich eine Votivkapelle, die zu Ehren der Muttergottes errichtet wurde. Frutarija beschäftigt sich mit dem Anbau und der Verarbeitung von Obst und Gemüse. Die Kapelle wurde von mehrere Jahre gebaut, als die Gegend von schweren Überschwemmungen getroffen wurde. Da die Besitzer gerade das Kühlhaus gebaut hatten und die ganze Ernte drin war, versprachen sie der Muttergottes, dass sie ihr eine Votivkapelle bauen würden, wenn der Regen ihre Ernte nicht zerstört. Obwohl der Regen alles überflutete, blieb das Gebiet um Frutaria trocken. Um das Versprechen zu erfüllen, haben sie eine Votivkapelle errichtet, wo man beten kann.
Tierauktion in Gaj
Die lokale Bevölkerung in dem Dorf Gaj und in nahe gelegenen Orten hat eine lange Tradition in der Landwirtschaft und Viehzucht. Seit Jahrhunderten leben die Menschen von der Landwirtschaft.
Die Gläubigen dieser Gemeinde pflegen seit zweihundert Jahren eine ungewöhnliche und einzigartige Tradition. Jedes Jahr am 17. Januar versammeln sich die Gläubigen vor der Kirche der Heilgen Katharina in Gaj. Nach der Heiligen Messe findet an diesem Tag eine Versteigerung der Haustiere statt. Die Gläubigen spenden die Tiere. Die gespendeten Tieren werden als Gabe für ein erfolgreiches Jahr gegeben.